SCHOKOSTUNG: TCHO „Citrus“ aus San Francisco

TCHO „Citrus“ inklusive Fabrikstour
Creollo und Trinidad-Schokolade aus Madagaskar 67%


Hersteller: TCHO
Pier 17
San Francisco
California 94111
USA

Zutaten: Cacao beans, Cane Sugar, cocoa butter, soy lecithin, vanilla beans

Schokostung:Meine heutige Stadt-Erkundung durch SanFran führte mich bereits früh morgens  and den „Embarcadero“, sozusagen der Waterfront dieser bezaubernden Stadt. Am Pier 17 machte mich das Verkehrsschild „Chocolate“ neugierig. In der alten Hafenanlage befindet sich die Produktionsstätte von TCHO (der Name steht für die erste Silbe von chocolate).

Nach dem Betreten der heiligen Hallen kam sofort das nächste Highlight: um 10:30 fand die nächste 1-stündige Fabriksführung statt, an der ich dank Warteliste teilnehmen konnte. Die ca. 45-minütige Firmenpräsentation enthüllte so einiges. Unter anderem auch den Hintergrund, warum eine 58 Gramm Tafel 6 Dollar kosten darf.

Alles begann 2005, als ein findiger NASA-Ingenieur in Zeiten der Wirtschaftskrise einen alten Freund aus Deutschland überredete, eine Schokoladenfabrik in San Francisco zu gründen. Gesagt, getan. Es wurden alte Fabriksanlagen aus den 1970ern von einer ehemaligen Schokoladenfabrik in Leipzig nach San Fran ins Pier 17 gebracht und experimentiert. Schnell war man sich einig, dass man von bean-to-bar produzieren wollte. Und das Ganze unter den Bedingungen von fairtrade und Bio.

Entstanden ist ein neuer Ansatz in der Schokoladen-Welt: Es gibt genau 6 Sorten TCHO-Schokoladen, die sich aus Geschmackskategorien (und nicht etwa aus Kakaoanteil oder Bohnenherkunft) ergeben: Citrus, Fruity, Floral, Earthy, Nutty and Chocolatey. Geschmacklich sind diese Tafeln ein wahrer Gaumengenuss, denn nichts verfälscht den Eigengeschmack der urspünglichen Bohnen.

„Citrus“ besteht aus einer Mischung von Criollo und  Trinidario Bohnen und ist tatsächlich zitronig-sauer im Abgang. Der Geruch ist zart und fruchtig, der Bruch sauber und knackig. Und die Verpackung schlicht und ansprechend designt (die Verpackungen stammen von einem Berliner Grafiker).

Der Firmenpräsentation folgte ein Rundgang durch die (sehr laute) Produktion. Augstestattet mit Haar- und Bartnetzen durften wir sogar einen Blick auf die (mal wieder deutsche) „Abfüllanlage“ werfen. Circa 7.000 Pfund Schokolade werden hier im Schnitt pro Monat produziert. Der Verkauf erfolgt bisher ausschließlich in den USA.

Alles in allem ein sehr schönes Erlebnis, das zeigt, dass auch weniger mehr sein kann. Nicht nur bei Zutaten und Verpackung, sondern auch bei Betriebsführungen. Hauptsache, der Funke der Begeisterung springt über 😉

Verpackung: Schlicht, praktisch unsehr ansprechend.

Bewertung: 5 von 5 Kakaobohnen, denn bei dieser Schoki sitzt das Herz am richtigen Fleck.

Gekauft bei: TCHO

Preis:6,00 Dollar

Gewicht: 58 Gramm

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Dieser Beitrag wurde am 19. April 2011 um 04:28 veröffentlicht. Er wurde unter 67%, TCHO, USA abgelegt und ist mit getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

Ein Gedanke zu „SCHOKOSTUNG: TCHO „Citrus“ aus San Francisco

  1. Silvia sagte am :

    Die Tcho Citrus Schokolade hat mir auch super geschmeckt. Und ein bisschen beneide ich dich dass du selbst vorbe igehen konntest um sie zu kaufen.

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