SCHOKOSTUNG PREVIEW: Speedshopping einer reichen Schoki-Ausbeute in Brüssel

Alles war bis ins kleinste Detail vorbereitet: Bereits zu Hause habe ich die Route vom Hotel zu Pierre Marcolini am Place du Grand Sablon herausgesucht und die Einkaufsliste für S. und mich war ebenfalls vollständig im iPhone gespeichert. Sogar der Flug nach Brüssel war kürzer als gedacht, Dank des Turbo-Boosteres, der aufgrund eines medizinischen Notfalls an Board eingelegt wurde. Ich laufe also im Schnellschritt zum Hotel, checke noch schneller ein und sprinte schon wieder in die andere Richtung der Stadt – immer das schokoladige Ziel vor Augen. Punkt 18:57 h komme ich an der Manufaktur von Pierre Marcolini an und sehe schon von weitem, dass keine neuen KundInnen in den Laden gelassen werden. Das kann doch nicht wahr sein! Noch mit Schweißperlen auf der Stirn klopfe ich an die edlen Türen und da kommt doch glatt eine nette Verkäuferin und öffnet mir nochmals der Tür. Als ich ihr klarmachte, dass ich nur ganz kurz bräuchte und ich ganz genau wüsste, was ich wollte, ließ sie mich hinein. Sie ahnte ja noch nicht, wie lang meine Einkaufsliste war 😉 Sie war schon kurz davor, mich kurzerhand wieder herauszuschmeißen, als ich mich nicht mit den vorgefertigten Kollektionen zufrieden stellen ließ. Nein, nein, ich hätte gerne je 4x Espices, Bresil, Thyme, Earl Grey und rote Herzen. Daraufhin meinte sie: Sind Sie aus Deutschland? Ich verblüfft: Ja, warum? Sie: Nur weil ich lange in Bad Tölz lebte, stelle ich Ihnen noch die Pralinen zusammen. Denn eigentlich haben wir ja schon geschlossen. Jipppieh! Zum Dank hab ich für mich gleich noch eine hundsteure Mischung reinster dunkler Schoki gefüllt mit Ganache und eine schlichte, aber nicht minder teure Tafel Schokolade geordert. Diese ganze Bestellung war innerhalb von 5 Minuten durchgeführt, um 19:04 h stand ich schon wieder vor dem – nun wirklich geschlossenen – Laden. Mission accomplished.

Beflügelt von dieser Freundlichkeit (im Flieger erklärte mir meine Nachbarin noch, dass die Belgier sowas von kein Gespür für Service hätten – nunja, kann ich nach der heutigen Erfahrung nicht wirklich bestätigen), erkundete ich noch das Viertel und siehe da: Noch eine Entdeckung. Das Konzept von Alex&Alex könnte von mir stammen: Feinster Champagner kombiniert mit selbstgemachter Schoki. Das Ganze musste ich gleich vor Ort kosten und für köstlich befinden. Für zu Hause nahm ich sicherheitshalber noch drei Tafeln an feinster Schoki mit – Verkostungsbericht folgt. Der Champagner war so vorzüglich, dass ich mit 5 Trüffel auf der Hand gleichsam durch die Gassen von Brüssel schwebte.

Dass ich dann noch in einem weiteren Schoki-Laden tohi, die neue Bio-Fairtrade-Linie von Dolfin, entdeckte und die Sorten Ingwer-Zitrone und gesalzene Mandel natürlich für weitere Versuche mitnehmen musste, war dann fast nebensächlich. Glücklich wie eine Schokokönigin betrachte ich nun meine Schoki-Ausbeute, die ich in Rekordzeit in Brüssel erbeutete. Ihr könnt euch schon auf die Schokostungen freuen 😉

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Dieser Beitrag wurde am 22. September 2011 um 20:42 veröffentlicht. Er wurde unter Uncategorized abgelegt und ist mit getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

6 Gedanken zu „SCHOKOSTUNG PREVIEW: Speedshopping einer reichen Schoki-Ausbeute in Brüssel

  1. Kerstin sagte am :

    Ui, gesalzene (gebrannte?) Mandel als
    Bio-Fairtrade-Version! Das könnte Côte d’or Konkurrenz
    machen?!

    • urbantraces sagte am :

      Ich hoffe, ich schaff es morgen, in diesen Shop zu gehen uns noch eine Tafel zu holen. Wobei mich die aromenvielfalt und der schmelz nicht vom Hocker hauen.

  2. Liebe Frau Stadtspur,
    da bin ich aber gespannt auf Ihr Urteil: Ingwer-Zitrone hätte durchaus Geschenke-Potenzial für den ein oder anderen Verwandten….
    Herzlichst, ZH
    P.S.: Auch wenn es schon wieder Ewigkeiten her ist: das neue Blog-Design gefällt. Me likey!

  3. Da schaue ich mal in deinen Blog und sehe, dass wir uns beide dieselbe Schokolade gekauft haben. Bei mir liegt ebenfalls die Schokolade von Tohi mit gesalzenen Mandeln auf dem Schreibtisch. Bin gespannt was du dazu sagst. Viele Grüße aus der Schokostadt, wenn du in den nächsten Wochen mal was brauchst, sag Bescheid 😉

    • urbantraces sagte am :

      Yam yam, auf dieses Angebot werde ich wohl unter Umständen zurückkommen. Wobei, im Moment habe ich seeeehr viel Zotter zu Hause 😉

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